Konzert „Music für the One God“ im Gasteig

Am Samstag, 18. März, haben Domchor und Junge Domkantorei mitgewirkt beim Konzertprojekt „Music for the One God“, das sich zum Ziel gesetzt hatte, den gegenseitigen Respekt und die alle Religionen verbindende gemeinsame Sprache der Musik zum Ausdruck zu bringen. So erklang im Gasteig Musik der drei monotheistischen Weltreligionen - in kontrastreicher Abwechslung ebenso wie im harmonischen Miteinander.

Es war sicher für alle im großen Konzertsaal der Philharmonie - im Publikum wie bei den Mitwirkenden selbst auch - ein faszinierendes Erlebnis, als zu den ruhigen Streicherklängen von J.S. Bachs „Air“ aus der dritten Suite für Orchester fünf Derwische in wehenden Kleidern über die Bühne wirbelten. Und von derart überraschenden Kontrasten, die sich dennoch immer wieder wie ganz selbstverständlich harmonisch zusammenfügten, lebte das gesamte Programm dieses ungewöhnlichen Konzertabends. 

Ungewohnte Schofar-Klänge, jüdische Synagogengesänge, muslimische Sufimusik und christliche Sakralmusik vom Mittelalter bis zum Barock wechselten sich immer wieder ab, gingen zeitweise nahtlos ineinander über.


Über 100 Musikerinnen und Musiker sangen und spielten so für ein friedliches und harmonisches Miteinander der drei abrahamitischen Weltreligionen in gegenseitigem Respekt. 

Initiator und musikalischer Leiter des Projektes war wie schon 2012 und 2015 Mehmet C. Yesilcay, ein aus Istanbul stammender und in München lebender Komponist und Ud-Virtuose, der mit seinem Pera Ensemble seit einigen Jahren einander gegenseitig bereichernde Begegnungen östlicher und westlicher Musik organisiert. 

Das Publikum zeigte sich begeistert, immer wieder unterbrach spontaner Applaus die vorgesehene Abfolge der einzelnen Stücke. Es war für alle ein ganz besonderes Konzerterlebnis, das man gewiss nicht so schnell vergessen wird.