Moderne Klänge am Aschermittwoch

Mit überwiegend zeitgenössischer Musik von S. Corbett und A. Zapf wurde der Gottesdienst zum „Aschermittwoch der Künstler“, den Kardinal Marx am 1. März abends im Münchner Liebfrauendom zelebrierte, von der Capella Cathedralis der Münchner Dommusik gestaltet.

Auf eine Initiative des französischen Schriftstellers Paul Claudel wird seit einigen Jahrzehnten der Aschermittwoch in vielen europäischen Diözesen als Tag der besonderen Begegnung zwischen Kunst und Religion verstanden.

Im Münchner Dom feierte Erzbischof Reinhard Kardinal Marx am Mittwoch, 1. März, um 18.45 Uhr mit Frauen und Männern aus künstlerischen Berufen den Gottesdienst zum traditionellen „Aschermittwoch der Künstler“. Das Thema lautete in diesem Jahr „An der Grenze". Bei einer „Ouvertüre“ vor dem Gottesdienst, die um 18 Uhr begann, griff das Theater Anu das Thema „An der Grenze“ in einer Performance auf, auch während des Gottesdienstes wurden das Kyrie und die Fürbitten durch das Theater Anu dem Thema entsprechend performativ gestaltet.

Besonderen Stellenwert hat beim „Aschermittwoch der Künstler“ traditionell auch die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes. Neben Liedsätzen zu Gotteslobliedern (im Wechsel mit der Gemeinde) und liturgischen Gesängen erklangen in diesem Jahr zur Gabenbereitung und Kommunionausteilung "Zwei leise Gebete" von Sidney Corbett (*1960) und zur Aschenausteilung „Da Pacem Domine" von Anton Zapf (*1951), aufgeführt von der Capella Cathedralis unter der Leitung von Anton Zapf.  Zum Auszug spielte Domorganist Msgr. Hans Leitner die Fantasie „Aus tiefer Not“ von Zsolt Gárdonyi (*1946).