Ökumenische Begegnung

Der Domchor war eingeladen, am Freitag, 10.3., zusammen mit dem Münchner Motettenchor bei einer Abendandacht in der Reihe "Die Motette" in der evangelisch-lutherischen Matthäuskirche zu singen. Es erklangen Motetten von Heinrich Schütz, Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Johannes Brahms.

Als Zeichen ökumenischer Verbundenheit im Reformationsgedenkjahr 2017 hatte die evangelisch-lutherische Matthäuskirche, die älteste evangelisch-lutherische Kirchengemeinde in München und Hauptpredigtkirche des Landesbischofs, den Münchner Domchor eingeladen, zusammen mit dem Chor der Matthäuskirche, dem Münchner Motettenchor, eine Abendandacht in der Reihe "Die Motette" zu gestalten.

Sehr gerne folgte der Domchor dieser Einladung, und so erklangen am Freitag, 10. März, in St. Matthäus zwei große Motetten von Heinrich Schütz ("Herr, nun lässest du deinen Diener") und Johann Sebastian Bach ("Fürchte dich nicht"), die beide Chöre gemeinsam sangen, sowie zwei kleinere Motetten von Felix Mendelssohn-Bartholdy (ebenfalls zum Text "Herr, nun lässest du deinen Diener") und Johannes Brahms ("Warum ist das Licht gegeben"), die jeweils von einem der beiden Chöre vorgetragen wurden (Brahms: Motettenchor, Mendelssohn: Domchor). Die Leitung teilten sich die beiden Chorleiter, Anton Zapf (Dommusik) und Benedikt Haag (Motettenchor),

Dazwischen predigte Pfarrer Gottfried von Segnitz und betonte dabei immer wieder, wie erfreulich die im ökumenischen Gespräch bereits erreichte Übereinstimmung in allen wichtigen Glaubensfragen ist - er sprach damit allen Anwesenden ganz aus dem Herzen. Zusammen mit der versammelten Gemeinde sangen dann beide Chöre noch den Choral "Abend ward, bald kommt die Nacht" und beteten das Vaterunser. Bei einem kleinen Empfang im Foyer vor der Kirche war dann noch Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.