Domkonzert am 22. April mit dem Magnificat von John Rutter

Beim Domkonzert am Sonntag, 22. April, war das Magnificat von John Rutter und die Hymne „Hör mein Bitten“ von Felix Mendelssohn Bartholdy zu hören, Junge Domkantorei, Domsingknaben, Mädchenkantorei und die Solistin Caroline Adler (Sopran) wurden begleitet vom Münchner Domorchester und Domorganist Msgr. Hans Leitner, die Leitung hatte Benedikt Celler.

Das Konzert begann mit einem Werk von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847). Die Hymne „Hör mein Bitten” komponierte er nach Versen aus Psalm 55. Das Werk entstand 1844 in England und atmet ganz den Geist der dortigen Chormusiktradition. 

Beim 'Magnificat' von John Rutter (*1945) waren dann zum Teil ungewöhnliche Klänge im Liebfrauendom zu hören. Der englische Komponist hat sich bei seiner Vertonung des Marianischen Lobpreises nach dem Lukas-Evangelium von der fröhlichen Art der Marienverehrung in Südamerika inspirieren lassen und sowohl in den Rhythmen wie in der Orchestrierung Elemente lateinamerikanischer Musik aufgegriffen.

Rutter hat für seine Komposition, die 1990 in New York uraufgeführt wurde, den biblischen Text in lateinischer Sprache verwendet, neben anderen liturgischen Texten im zweiten Satz („Of a Rose, a lovely Rose“) jedoch ein altes englisches Gedicht aus dem 15. Jh. eingeschoben, das Maria mit einer Rose vergleicht.

Für die Zuhörer wie für die jungen Sängerinnen und Sänger war es ein außergewöhnliches und einprägsames Erlebnis, diese originelle Musik im Dom zu erleben bzw. zu gestalten.