Konzert für Orgel und Gesang am 14. August

Im Rahmen der sommerlichen Orgelkonzerte im Münchner Liebfrauendom gestalten das Konzert für Orgel und Gesang am 14. August, dem Vorabend zu Mariä Himmelfahrt, Domorganist Monsignore Hans Leitner und als Gesangssolisten Domkapellmeisterin Lucia Hilz (Sopran) und ihr Ehemann Christian Hilz (Bariton). Es erklingen Werke von Bach, Rheinberger, Bartolucci, Janca und Leitner.

Programm

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)

    Fuga sopra Magnificat BWV 733
    „Quia respexit“ – Arie für Sopran aus dem Magnificat BWV 243
    „Meine Seel erhebt den Herren“ (Schübler-Choral) BWV 648
    „Quia fecit mihi magna“ – Arie für Baß aus dem Magnificat BWV 243

Joseph Gabriel Rheinberger (1839 – 1901)

    aus: Fantasie - Sonate Nr. 2 As-Dur Op. 65, 1. Satz  Grave-Allegro    
    „Ave Maria“ für Sopran und Orgel Op. 171, 1
    „Herr, Du mein Gott“ für Baß und Orgel Op. 128, 2

Domenico Card. Bartolucci (1917-2013)

    aus: „Trittico Mariano“ für Orgel, Toccata „Salve Regina“
    “O Maria” für zwei Singstimmen und Orgel
    „Ave Maria“ für zwei Singstimmen und Orgel

Jan Janca (*1933)
    
    Paraphrase über das Lourdeslied “Die Glocken verkünden mit fröhlichem Laut”
    (UA)

Hans Leitner (*1961)

    Kleine Liedkantate „Maria, dich lieben“ für Singstimme und Orgel
    Improvisation über ein Marienlied
    „Das deutsche Magnificat“ für Sopran, Baß und Orgel (Fassung 2019 – UA)

Hans Leitner wurde 1961 in Traunstein geboren. Nach dem Abitur studierte er Katholische Theologie, katholische Kirchenmusik und das Konzertfach Orgel in München.
1982-1989 war er ständiger Vertreter seines Lehrers, des Domorganisten Prof. Franz Lehrndorfer am Münchner Liebfrauendom.
1988 gewann er den Rottenburger Improvisations-Wettbewerb. Nach seiner Priesterweihe 1990 wirkte er als Kaplan in München-Milbertshofen.
1992 wurde er als Domorganist und Domvikar an den Hohen Dom St. Stephan zu Passau berufen, wo er auch als Orgelsachverständiger der Diözese Passau wirkte.
Seit Herbst 2003 ist Hans Leitner Domorganist und Domvikar am Dom Zu Unserer Lieben Frau in München.
An der Hochschule für Musik und Theater München hatte er von 2003 – 2011 einen Lehrauftrag für Liturgik und Kirchenmusikalische Praxis inne.
Hans Leitner ist Herausgeber verschiedener Orgelwerke und Verfasser von Beiträgen zu musikgeschichtlichen, organologischen und theologischen Themen. Zahlreiche CD- und Fernsehaufnahmen sowie Kompositionen für Orgel, Chor- und Bläsersätze dokumentieren sein umfangreiches künstlerisches Schaffen.
2012 wurde ihm von Papst Benedikt XVI. der Titel „Monsignore“ verliehen.
Zwischen Herbst 2016 und Herbst 2018 leitete er kommissarisch die Münchner Dommusik.

Lucia Hilz wurde in München geboren. Nach erstem Unterricht in Klavier, Violine und Orgel studierte sie Kirchenmusik und musikalische Früherziehung in Regensburg und Rottenburg am Neckar. Dem Kirchenmusikexamen folgte das künstlerische und pädagogische Diplom im Fach Gesang mit Schwerpunkt Alte Musik in Trossingen.
Meisterkurse für Gesang, Chorleitung und Ensembleleitung, z.B. bei Jill Feldmann, Marius van Altena, Andrew Parrot und Eric Ericson, ergänzten ihre Ausbildung. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Assistentin des Domkapellmeisters an der Domsingschule der Diözese Rottenburg-Stuttgart und als Stimmbildnerin, Solistenbetreuerin und Chorleiterin bei den Aurelius-Sängerknaben Calw kam sie 2006 nach München zurück. Sie war Chorpräfektin der Münchner Domsingschule, leitete ab Dezember 2008 kommissarisch die Münchner Dommusik und ist seit September 2010 Domkapellmeisterin an der Münchner Liebfrauenkirche.

Der Bariton Christian Hilz hat sich international als vielseitiger Interpret im Konzert- und Opernbereich einen Namen gemacht und gastiert regelmäßig in den Musikzentren Europas und Amerikas, z.B. dem Wiener Musikverein, Salzburger Pfingstfestspiele, dem Luzern Festival, im Concertgebouw Amsterdam, den Londoner Proms, dem Boston Early Music Festival,  beim Prager Frühling, dem Schleswig-Holstein Festival, dem Auditorio Nacional Madrid, den Ansbacher Bachwochen,Ludwigsburg oder der Ruhrtriennale. Dabei ist Hilz im barocken, klassischen und zeitgenössischen Repertoire gleichermaßen gefragt und arbeitet mit Dirigenten wie Andrew Parrott, Martin Haselböck, Nicolas McGegan, Joshua Rifkin, Ton Koopman, Ivor Bolton, Václav Luks, Morten Schuldt-Jensen, Krzysztof Penderecki, Daniel Klajner, Helmuth Froschauer und Juan Pons und Orchestern wie Münchner Philharmoniker, Münchner Rundfunkorchester, Kölner Rundfunkorchester, London Mozart Players, Mozarteum Orchester Salzburg, Camerata Salzburg, Tonhalle Orchester Zürich, Orquesta Nacional de Espana, New York Bach Ensemble, Ensemble Tafelmusik, Toronto, Wiener Akademie, Norwegian Baroque Orchestra und Stavanger Symphony zusammen. Sein vielseitiges Opernrepertoire, das er bisher unter anderem in Produktionen in Wien, Amsterdam, Madrid, Valencia, Los Angeles, München, Düsseldorf und Potsdam pflegen konnte, umfasst Partien vom Barock bis zur Moderne.
Seine Diskographie beinhaltet Werke von Bach, Händel, Telemann, Homilius, Matthesson, Meder, Bruhns, Mozart, Beethoven, Schubert, Schumann, Lortzing, Walter, Klemmstein, Sterk und Kleiberg. Aktuelle Einladungen bestanden u.a. in Händels Radamisto am Theater an der Wien, dem Auditorium Nacional Madrid und in Salamanca, Bach Phoebus und Pan mit Václcv Luks, Mozart Arien und Duette mit Rachel Harnisch und der Freitagsakademie Bern, verschiedene Liederabendprogramme in Lissabon, Zürich, Bern, München und Erlangen, einem barocken Kammermusikprogramm mit Ilia Korol und Jeremy Joseph und eine Produktion mit Couperins Concert dans le gout théatrale mit der Joshua Monaten Dance Company., sowie einer CD Produktion mit Klavierliedern von E. Klemmstein in Wien.Christian Hilz ist Träger des bayerischen Staatsförderpreises und des Kulturförderpreises seiner Heimatstadt Erlangen.
Er unterrichtet als Professor für Gesang an der Hochschule der Künste in Bern und am Schweizer Opernstudio und ist künstlerischer Leiter der Austria Barock Akademie.