Musik beim Abendlob zum Sonntag des Wortes Gottes

Am Sonntag, 31. Januar feiert Erzbischof Reinhard Kardinal Marx um 17 Uhr ein Abendlob anlässlich des Sonntags des Wortes Gottes, auch Bibelsonntag genannt. Es singen acht Solisten der Capella Cathedralis unter der Leitung von Domkantor Benedikt Celler. An der Truhenorgel spielt Angela Metzger, an der Hauptorgel ist Domorganist Domvikar Msgr. Hans Leitner zu hören.

Die Solisten der Capella Cathedralis gestalten die Feier mit deutschen Psalmvertonungen und Motetten. Heinrich Schütz (1585-1672) hat den Psalm 119, den längsten Psalm überhaupt, in elf doppelchörigen Motetten nebst einer Vertonung des Magnificat und des 100. Psalms im hohen Alter als letztes Werk hinterlassen. Der Zyklus bildet seinen sogenannten „Schwanengesang“. Daraus erklingt die sechste Motette „Meine Seele verlanget nach deinem Heil“, in der der Beter seine Hoffnung auf Gottes Wort und sein Vertrauen zu seinen Gesetzen ausdrückt.

Neben Schütz zählt auch Melchior Franck (1579-1639) zu jenen protestantischen Komponisten, die ihre Werke zunehmend in deutscher Sprache verfassten. Sein Lobgesang der Maria, das Magnificat, kommt neben Werken von Max Reger (1873-1916) und Anton Bruckner (1824-1896) ebenfalls zur Aufführung.

Vor dem Verkündigungsteil wird das Wort Gottes zudem mit einem Gesang aus der ostkirchlichen Tradition begrüßt.